Die Stationen unserer Reise durch Mexico/Belize/Guatemala 2013/2014:

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Durch Anklicken der roten Ortsmarken werden Informationen zum Übernachtungsplatz zusammen mit Koordinaten geöffnet. Detailinformationen zu unseren Stellplätzen sind im Menuepunkt "Stellplätze Mexiko 2013/2014" zu finden. Dort können die Stellplätze und Routen auch als gpx-Datei heruntergeladen werden.

Unsere Route November 2013 - Frühjahr 2014:

 

Mexiko City - Tepotzotlán - Querétaro - San Miguel de Allende - Guanajuato - San Miguel de Allende - Tequisquiapan - Sierra Gorda - Jalpan - Cerro Azul - Costa Esmeralda - Veracruz - Catemaco - Palenque - Campeche - Uxmal - Chelem (Puerto Progreso) - Izamal - Chichén Itzá - Cenote Suytun bei Valladolid - Rio Lagartos - Cancun - Paa Mul - Tulum - Laguna Azul (Laguna Bacalar) - Chetumal - Grenze Mexiko/Belize - Orange Walk - Belize City - Dangriga/Belize - Grenze Belize/Guatemala - Tikal - Poptún - Rio Dulce - Antigua Guatemala - Panajachel/Lago Atitlán - Grenze Guatemala/ Mexiko bei Mesilla - Lagos de Colon - Cascadas El Chiflón - San Cristóbal de las Casas - Tuxtla Gutiérrez - Barra de la Cruz - Tangolunda/Bahia Huatulco - Tule/Oaxaca - Reserva Biosfera Tehuacan - Metepec - Grutas de Cacahuamilpa - Valle de Bravo - San Miguel de Allende - Tepotzotlán - Mexiko City

Sa

18

Nov

2017

Von Ottawa nach Halifax

Auch Montreal ist eine faszinierende Mischung zwischen altehrwürdigen und hochmodernen Gebäuden. Der französische Einfluss wird sichtbar in einer Vielzahl von Restaurants mit französischem Flair.

Québec mit seiner gepflegten Altstadt ist ein touristischer Höhepunkt. Entsprechend drängen sich Unmengen von Besuchern (auch von Kreuzfahrtschiffen) durch die Straßen.

Ein farbenprächtiges Kontrastprogramm erleben wir im weitläufigen Nationalpark "Grand Jardins".

Am Sankt Lorenzstrom liegt La Malbai - schon seit 1900 ein Sommerziel der reichen Kanadier. Das "Manoir Richelieu" ist ein bombastisches Hotel im Stil französischer Schlösser. Hauptanziehungspunkt ist heute das zum Hotel gehörende Casino!

Wir umrunden die große Saguenay - Bucht und erleben den "Indian Summer" in seiner vollen Pracht.

Auch Tadoussac an der Mündung des Saguenay Flusses ist ein altes Touristenziel, berühmt durch die von hier startenden Walbeochtungstouren.

Wir wählen für die Walbeobachtungstour zum Glück ein überdachtes Schnellboot: andere Touristen auf offenen Booten kommen aufgrund der rauhen Witterung steifgefroren zurück!

Die strengen Schutzgesetze erlauben nur die Annäherung an die Wale aus großer Distanz. Entsprechend schwierig ist es, in den kurzen Momenten des Auftauchens Fotos zu "schießen".

Wir übernachten auf einem Campingplatz in traumhafter Lage am Sankt Lorenzstrom. Das Aufkommen von Kreuzfahrtschiffen ist hoch!

Bevor wir mit der Fähre über den Sankt Lorenzstrom nach Trois Pistoles übersetzen, erkunden wir die nahegelegene Küste.

In den nächsten Tagen umrunden wir die Halbinsel Gaspésie.  Sehenswert sind neben Kunstwerken am Strand und einsamen Landschaften die architektonisch sehr unterschiedlichen Leuchttürme. Die kräftigen Winde werden in großen Windparkanlagen zur Stromerzeugung genutzt.

Auf einem kleinen Landvorsprung liegt das reizvolle Percé. Unser Campingplatz bietet einen schönen Blick auf den vorgelagerten riesigen Felsmonolithen. Der hübsche Ort ist heute Wohnsitz von Künstlern und ein großes Touristenmagnet.

Im weiteren Küstenverlauf sehen wir immer wieder malerische Ortschaften.

Eigentlich wollen wir einige Tage im schön gelegenen Kouchibouguac Nationalpark verbringen.

 

Aufgrund eines beunruhigendes Geräuschs an der Hinterachse suchen wir eine nahegelegene Werkstatt auf und erfahren dort, dass wiederum ein Achslager an der Hinterachse beschädigt ist. Da das Ersatzteil in Kanada nicht erhältlich ist, entschließen wir uns, unsere Reise abzubrechen und auf dem kürzesten Weg mit großer Vorsicht nach Halifax zur Verschiffung zu fahren.

Erleichtert kommen wir ohne Probleme in Halifax an und können unseren Verschiffungstermin und Heimflug vorverlegen.

Die letzten Tage bis zur Ablieferung im Hafen nutzen wir zur Besichtigung von Halifax mit seinen vielfältigen Sehenswürdigkeiten.

Die Ablieferung unseres Wohnmobils im Hafen verläuft schnell und unbürokratisch.

Nach einer 14-tägigen Überfahrt legt die Atlantic Sun in Hamburg an, und wir holen einige Tage später unser Wohnmobil wiederum schnell und unbürokratisch am Oswaldkai ab. Zum Glück können wir es unbeschädigt in Empfang nehmen.

Von 2011 bis 2017 waren wir in 7 Etappen unterwegs und sind in 656 Tagen von Buenos Aires über Feuerland nach Alaska und schließlich durch Kanada bis Halifax gefahren. Auf 86.258 km haben wir 10.077 Liter Diesel verbraucht.

 

Es war eine tolle Reise mit unendlich vielen interessanten Eindrücken, die wir trotz immer wieder auftretenden Probleme mit unserem Fahrzeug sehr genossen haben!

 

So

01

Okt

2017

Whitehorse - Zentralkanada - Ottawa

Um den Zeitverlust durch unseren fünfwöchigen Zwangsaufenthalt in Whitehorse wieder etwas gutzumachen, legen wir die ca. 7.000 km lange Strecke von Whitehorse durch Zentralkanada bis nach Ottawa sehr flott zurück mit Tagesetappen von ca. 500 km.

 

Bis nach Dawson Creek fahren wir durch eine abwechslungsreiche und schöne Landschaft auf dem Alaska-Highway. Dabei sehen wir immer wieder Bisons an der Straße .

In Dawson Creek beginnt mit der Meile "0" der Alaska Highway, der nach über 1.300 Meilen in Delta Junction in Alaska endet.

In Dawson Creek besuchen wir den sehenswerten Pioneer-Park mit Gebäuden aus der Siedlerzeit, die mit Original-Einrichtungsgegenständen ausgestattet sind. Gitta hält in der Schule eine imaginäre Schulstunde ab!

Dann erleben wir einen Kulturschock. Die Wälder enden abrupt, die beschauliche Straße wird plötzlich vierspurig und führt durch riesige Industriegebiete mit großen Raffinerien. Der weitere Weg bis nach Edmonton führt dann durch endlose Farmgebiete.

 

Wir besichtigen Edmonton und der Bummel durch die Großstadt mit hochmodernen Gebäuden macht nach der langen "Naturzeit" wieder richtig viel Spaß.

Die nächsten 1.500 km fahren wir fast ununterbrochen an riesigen Getreidefeldern vorbei, die lediglich durch gigantische Siloanlagen "aufgelockert" sind.

In dieser Gegend haben sich im letzten Jahrhundert viele Ukrainer angesiedelt; in den kleinen Gemeinden stehen oft prächtige orthodoxe Kirchen. In einem Museumsdorf ist eine ukrainische Kate aus der Gründerzeit zu besichtigen.

Hinter Winnipeg wird die Landschaft in der Provinz Ontario wieder interessanter. Wir fahren durch herbstlich eingefärbte Wälder am Lake Superior und Lake Huron entlang durch eine abwechslungsreiche Seenlandschaft.

Sensibilisiert durch die bevorstehenden Wahlen fällt uns ein großes Schild am Wegrand auf, das auf "Merkel's Camp & RV-Park hinweist.

 

Anscheinend hat Frau Merkel sich hier im einsamen Kanada eine Alternative zur Uckermark geschaffen, falls  sie  die Wahlen  nicht gewinnen sollte!

 

Die große Seenplatte liegt hinter uns und wir erreichen Ottawa, die Hauptstadt Kanadas. Beeindruckend ist das altehrwürdige Parlamentsgebäude. Heute ist zufällig Theresa May zum Staatsbesuch bei Trudeau und wir können das Parlament nicht von innen besichtigen. Dafür sehen wir imposante Motorradkonvois durch die Stadt fahren.

 

Interessant ist der Kontrast zwischen den alten Prachtbauten und den kühnen Neubauten. Auffällig ist der europäisch beeinflusste Lebensstil mit einer großen Restaurant- und Kneipenszene.

Unsere nächsten Ziele sind die Städte Montréal und Québec, bevor wir zum St. Lorenz-Strom weiterfahren.

Do

21

Sep

2017

Whitehorse - Alaska - Whitehorse

Eigentlich wollen wir nur einen Tagesausflug von Whitehorse nach Skagway in Alaska unternehmen, um auszuprobieren, ob unser WoMo nach der Reparatur wieder problemlos funktioniert. Die 160 km lange Strecke über den Klondike Highway führt malerisch am Emerald Lake vorbei und überwindet den Chilkoot Pass, früher für die Goldsucher auf dem Weg nach Whitehorse ein schwer zu überwindendes Hindernis. Heute ist die Strecke mit dem Auto problemlos zu fahren und bietet schöne Ausblicke auf Gletscher und Wasserfälle.

Skagway ist ein wichtiges Ziel für Kreuzfahrer, um die "Goldgräberathmosphäre" in der gut erhaltenen bzw. restaurierten Wildweststadt zu "schnuppern".

Nachdem unser WoMo bis Skagway problemlos gefahren ist, entscheiden wir uns spontan, nicht nach Whitehorse zurückzufahren, sondern mit der Fähre nach Haines in Alaska überzusetzen.

Alaska hat nur in dieser Region nur einen schmalen Küstenstreifen und wir müssen wieder zurück nach Kanada, um den Hauptteil von Alaska zu erreichen. Die Fahrt ist sehr interessant und führt an wunderschönen Seen vorbei und eröffnet tolle Blicke auf die parallel verlaufenden Gebirgszüge.

Wir übernachten auf einem Campingplatz, der beim Bau des Alaska-Highways ursprünglich ein Materialcamp war. Überreste aus der Bauphase sind auf dem Platz zu bewundern.

Auf der nächsten Etappe kann sich unser Navi ausruhen: erst nach 545 km kommt die nächste Abzweigung.

Der Grenzübertritt nach Alaska ist unproblematisch. Die Autokennzeichen erinnern daran, dass wir im "Bärenland" unterwegs sind!

Auf dem Weg nach Fairbanks kommen wir nach Delta Junction, dem Endpunkt des Alaska-Highways.

 

Nach den langen Fahrten in fast unberührter Natur ist die Großstadt Fairbanks mit endlosen Shopping-Malls ein enormer Kontrast. Im Pioneer-Park - einer Art Disneyland - sind alte Bauwerke zu besichtigen.

Nach Fairbanks besuchen wir den Denali-Nationalpark, in dessen Mitte der mit 6.194 m Höhe höchste Gipfel Nordamerikas, der Mount McKinley, liegt. Der Nationalpark ist für Individualverkehr geschlossen und kann nur mit Tourbussen besichtigt werden. Diese sind in der Hauptsaison oft wochenlang ausgebucht; wir haben Glück und bekommen sofort die heißbegehrten Tickets.

Auf der achtsündigen Fahrt erleben wir die eindrucksvolle Landschaft und können hautnah Grizzly-Bären und Elche beobachten.

Nur den Mount McKinley sehen wir nicht, der wie an 98 % aller Tage in den Wolken liegt.

Ein weiterer Höhepunkt Alaskas ist der südlich von Anchorage liegende Kenai Fjords Nationalpark, wo auf Bootsausflügen kalbende Gletscher aus nächster Nähe zu sehen sind. Wir fahren nach Seward, dem Ausgangsort für Besichtigungen. Schon auf der Fahrt regnet es ununterbrochen. In Seward angekommen, ist die Sicht auf wenige Meter beschränkt. Auch am nächsten Morgen das gleiche Trauerspiel: Regen, Regen und nochmals Regen! Der Wetterbericht sagt für die nächsten 10 Tage keine Wetterbesserung voraus. Auch unser nächstes avisiertes Ziel Valdez hat ähnlich traurige Wetterprognosen. 

Wir hatten vorher andere Alaska-Reisende getroffen, die ähnliche Erfahrungen mit dem verregneten Alaska-Wetter in Küstennähe gemacht haben.

 

So fahren wir unverrichteter Dinge wieder zurück in Richtung Kanada. Im Hinterland klart es zum Glück wieder auf und wir erleben nochmals schöne Landschaften.

Kurz vor der Grenze zu Kanada liegt das kleine Goldgräberstädtchen "Chicken", wo ein riesiger Schwimmbagger zu sehen ist. Höhepunkt des Jahres ist ein Musikfestival, das auf der etwas ungewöhnlichen Bühne stattfindet.

Hinter Chicken beginnt der "Top of the World Highway", der größtenteils als Piste durch tolle Landschaften nach Dawson City in Kanada führt. Am Ende muss der gewaltige Yukon mit einer Fähre überquert werden, um nach Dawson City zu gelangen.

1896 wurde in der Nähe vom heutigen Dawson City Gold gefunden. Im dadurch ausgelösten "Goldrush" sollen bis zu 100.000 Menschen aufgebrochen sein, um hier ihr Glück zu machen. Nur etwa 30 % erreichten tatsächlich ihr Ziel. In dieser Phase wuchs Dawson City bis auf 30.000 Einwohner. Der Boom dauerte nur wenige Jahre; heute leben nur noch 1.300 Einwohner hier. Aber ein Mehrfaches an Touristen reist jährlich an, um die "Goldrush" - Athmosphäre nachzuvollziehen.

Rund 40 km südlich von Dawson City beginnt der Dempster Highway, der auf 735 km Piste bis nach Inuvik führt. Wir fahren nur ca. 400 km bis zum nördlichen Polarkreis auf der anspruchsvollen Pistenstrecke. Die herbstliche Landschaft ist unvergleichlich schön.

Wir fahren ca. 40 km zurück zur einzigen Übernachtungsmöglichkeit, der Eagle Lodge mit uriger Einrichtung und einer gewöhnungsbedürftigen Tankstelle, die ihre Monopolstellung schamlos ausnutzt und den bisher höchsten Dieselpreis auf unserer Reise kassiert.

Mit einem Zwischenstopp in Carmacks fahren wir zurück nach Whitehorse. Eine 4.500 km lange wunderschöne Wegstrecke liegt hinter uns.

2 Kommentare

So

20

Aug

2017

Port Hardy - Inside Passage - Whitehorse

Morgens um 5 h fahren wir zum Fährterminal in Port Hardy: die Kanadier sind extreme Bürokraten und überprüfen mindestens fünfmal unsere Tickets. Endlich können wir an Bord fahren und sind beruhigt: unser Schiff „Northern Expedition“ wurde auf der Flensburger Werft gebaut und steht zudem unter der Schirmherrschaft der Queen Elizabeth; da kann ja nichts schief gehen!

Die  ca. 500 km lange Inside-Passage wird mit einem Zwischenstopp in Bella-Bella in 16 Stunden bewältigt.

 

Sie führt an malerischen Inseln vorbei. Nur wenige menschliche Ansiedlungen sind inmitten der riesigen Waldgebiete zu sehen. Zur Sicherung der Passage stehen am Ufer große Leuchtturmanlagen.  Immer wieder sehen wir für kurze Augenblicke Delfine, die das Schiff spielerisch begleiten. Zuweilen begegnen uns Segelboote und Fährschiffe, durch die die Verbindung der Inselbewohner zum Festland sichergestellt wird.

Spät abends kommen wir in Prince Rupert, einem wichtigen Versorgungszentrum, an. Außer Geschäften und einem Hafen für Kreuzfahrtschiffe hat das Städtchen wenig zu bieten.

 

An malerischen Seen entlang fahren wir durch endlose Wälder gen Westen nach Terrace und zu dem nahegelegenen Lakelse Lake. Der „Provincial Park“ liegt inmitten von naturbelassenen Regenwäldern am See mit einem schönen Badestrand.

 

Am Wochenende kommen Hochzeitspaare zum See: sinnend schaut die Braut über den See in die Zukunft; die Fotografin bannt in ungewohnter Pose diesen Augenblick auf Fotos!

Das Hochzeitspaar ist mit einem nicht gerade geländegängigen Fahrzeug angereist. Wir wissen nicht, wie das technisch auf den extrem unebenen Straßen auf dem Campingplatz möglich war!

 

Mit etwas mulmigen Gefühlen wandern wir auf dem „Nature Trail“ durch den Regenwald: vor Bären wird gewarnt!

 

In Kittwanga biegen wir in den über 700 km nach Norden zum Alaska-Highway führenden Cassiar - Stewart Highway ein. Unser Navi hat wenig zu tun: erst nach 155 km kommt die nächste Abzweigung!

 

An der Wegkreuzung steht eine sehenswerte alte Holzkirche.

 

Einzige Unterbrechung ist der kleine Ort Kitwancool mit interessanten Totempfählen.

 

Dann wird es doch noch spannend: kurz nach einem Bärenwarnschild tauchen immer wieder Bären am Straßenrand auf, zum Teil mit putzigen Jungen. Auch auf den Campingplätzen wird vor Bären gewarnt! Die Müllbehälter sind „bärensicher“!

 

Die wenig befahrene Straße führt an wunderschönen Seen und Flüssen vorbei, die auf zum Teil etwas provisorisch wirkenden Brücken überquert werden.

 

Die staatlichen Campingplätze liegen meist an wunderschönen Seen; die Ausstattung ist einfach; auf diesem ist aber selbst das Plumpsklo mit Blumen geschmückt.

 

Auf einem kurzen Abstecher nach Hyder in Alaska fahren wir an beeindruckenden Gletschern und Wasserfällen vorbei. Kurz vor Hyder liegt noch auf kanadischer Seite der wichtige Holzhafen Stewart. Hyder war in der Gold-Rush-Zeit ein bedeutender Ausgangsort für die ins Inland ziehenden Goldsucher. Heute erinnern noch einige – zum Teil sehr morbid wirkende    Gebäude an die „gute“ alte Zeit.

 

Hauptgrund für unseren Besuch ist der bei Hyder  ins Meer mündende Fish-River. In diesem schwimmen Ende Juli Lachse zu ihren weit im Inland liegenden Laichplätzen. Bären stehen im Fluss und lassen sich die leichte Beute schmecken. Von sicheren Holzstegen aus kann man das Schauspiel „hautnah“ beobachten. Im Visitor-Centre sehen wir eine respektheischende riesige Bärentatze.

 

Leider sind wir einige Tage zu früh; die Lachse sind noch nicht angekommen und wir fahren unverrichteter Dinge weiter.

 

Immer wieder sehen wir unterwegs kleine und größere Gruppen von Motorradfahrern.

Hoffentlich haben sie keine allzu direkte Begegnungen mit Bären!

 

Auf der einsamen Straße gen Norden trauen wir unseren Augen nicht: plötzlich kommen wir zu einer sehr geschmackvollen Hotelanlage im alpenländischen Stil. Im Winter werden von hier aus Helikopter - Skitouren angeboten. Wir übernachten auf dem angeschlossenen Campingplatz und nutzen die luxuriösen Duschanlagen und den Waschsalon.

 

Wegen eines Unfalls ist die Strecke kurzzeitig gesperrt: der LKW ist völlig ausgebrannt, der Aufleger mit Ladung liegt im Straßengraben. Möglicherweise ist der Fahrer auf der langen – teils sehr eintönigen – Strecke eingeschlafen.

 

 

Auf dem langen Cassiar-Highway gibt es nur wenige Ansiedlungen; meist sind es reine Versorgungsstationen mit Tankstelle und kleinem Shop und manchmal auch Motels. Rechtzeitiges Tanken ist angesagt!

 

Ein etwas interessanterer Zwischenstopp ist Jade-City. In der Nähe wird Jade gefördert und weiterverarbeitet; prächtige Exemplare werden in einem Shop angeboten.

 

Immer wieder übernachten wir auf traumhaft gelegenen staatlichen Campingplätzen.

 

Auf den letzten Kilometern vor dem Alaska – Highway fahren wir lange Zeit an riesigen Waldbrandgebieten vorbei; zum Glück liegen die Brände schon lange Jahre zurück.

 

Bei der Einmündung in den Alaska – Highway kommen wir von British-Columbia in die Yukon – Territories. In der Nähe liegt die Ortschaft Watson – Lake, eine wichtige Versorgungsstation auf dem Weg in den Norden. Hauptattraktion ist ein gigantischer Schilderwald. Beim Bau des Alaska – Highways nagelte ein von Heimweh geplagter Soldat ein Ortsschild seines Heimatorts an einen Pfosten; im Laufe der Jahre ist der Schilderwald durch Touristen aus allen Ecken der Welt auf über 100.000 Schilder angewachsen.

 

Nun geht es 445 km gen Westen nach Whitehorse. Die Landschaft hat sich verändert: am Horizont tauchen hohe Bergketten auf. Wieder einmal kreuzt ein Bär unseren Weg.

 

Kurz vor Teslin überspannt die 584 m lange Nisutlin Bay Bridge den Teslin River. Sie ist die längste Brücke des Alaska – Highways. Ein LKW – Fahrer genießt den Ausblick aus „gehobener“ Position.

 

 

 

 

Nach 1.300 km von Prince Rupert erreichen wir Whitehorse, die Hauptstadt der Yukon Territories. Der an der Stadt vorbeifließende Yukon-River hatte früher extrem starke Stromschnellen, die wie die wehenden Mähnen von Schimmeln  aussahen: so entstand der Name Whitehorse. Später wurde vor der Stadt ein großes Stauwehr gebaut; heute sind nur noch wenige Stromschnellen vorhanden, die von mutigen Kayakfahrern bezwungen werden.

 

 

Nach dem Bau des Stauwehrs ist der Yukon „gezähmt“.

 

Unser Campingplatz liegt in einem Wäldchen in Flussnähe; fast täglich grillen wir uns diverse Leckereien. Ein schöner Wanderweg führt am Fluss entlang ins Stadtzentrum.

 

Whitehorse war während der Goldrush-Zeiten Ausgangspunkt für die nach Dawson-City strebenden Goldsucher. Passagiere und Fracht wurden mit großen dampfbetriebenen Raddampfern zwischen Whitehorse und Dawson City transportiert. Heute liegt der mächtige Raddampfer „Klondike“ am Ufer und dient nach einer intensiven Restaurierung  als Museumsschiff.

 

Vom ca. 160 km entfernten Hafen Skagway fuhren lange Jahre mit Dampflokomotiven betriebene Eisenbahnen nach Whitehorse.

 

1942 wurde in nur einem dreiviertel Jahr der 2.288 km lange Alaska-Highway als Landverbindung gebaut; in diesem Jahr wird das 75-jährige Jubiläum gefeiert.

 

Neben vielen eher langweiligen Zweckbauten sind eine Reihe von Bauwerken aus der „guten alten Zeit“ zu besichtigen.

 

Den vornehm „First Nations“ genannten Ureinwohnern ist ein prächtiger Totempfahl gewidmet.

Kanada scheint sehr bürokratisch und etwas "überorganisiert zu sein. Uns fallen immer wieder teils witzige teils völlig überflüssige Schilder auf.

 

 

Whitehorse ist eine wichtige Touristenstadt mit sehr guter touristischer Infrastruktur. In den Sommermonaten finden fast täglich Konzerte mit einheimischen Künstlern verschiedener Genre statt, die wir gerne besuchen.

 

In der Nähe unseres Campingplatzes liegt der eindrucksvolle Staudamm, der den Yukon-River zum Schwatka-See aufstaut. Um den Lachsen den Zugang zu ihren Laichplätzen zu ermöglichen, wurde die mit 366 m längste Fischtreppe der Welt gebaut. Im kleinen Visitor-Centre wird die 3.200 km lange Lachswanderung von der Beringsee anschaulich auf Karten und Informationsmaterial dargestellt. Hinter großen Glasscheiben sehen wir die Lachse „hautnah“ in der Fischtreppe vorbeischwimmen.

 

Auf einer Wanderung um den auch als Landeplatz für Wasserflugzeuge genutzten Schwatka-See sehen wir aus nächster Nähe einen jungen Weißkopfseeadler; Biber „fällen“ professionell die für Ihre Stauwehre benötigten Bäume.

 

Am Ende des Sees fließt der Yukon durch den imposanten Miles-Canyon, der von einer Hängebrücke überspannt wird. Eine weitere auf dem Weg liegende Brückenkonstruktion ist weniger vertrauenserweckend!

 

Ein beeindruckendes Spektakel ist der Musical-Ride der Royal Canadian Mounted Police. Auf prächtigen Pferden führen die Reiter begleitet von passender Musik schwierige Reitformationen vor.

 

Die Besucher werden von der wohlgenährten  „Königin“ und ihren Prinzessinnen willkommen geheißen. Eine seit mehr als 50 Jahren auftretende Altherrenband sorgt mit Oldies für ausgelassene Stimmung.

 

 

Trotz der vielen interessanten Aktivitäten wünschen wir die Beendigung unseres nun schon über vierwöchigen Zwangsaufenthalts und die Weiterfahrt nach Alaska sehnlichst herbei.

 

 

So

16

Jul

2017

Von Las Vegas nach Port Hardy

 

Von Frankfurt fliegen wir nach Las Vegas und reisen problemlos ins “Trump-Country” ein. Unser WoMo steht unbeschädigt im Storage und startet sofort. Auf einem nahegelegenen Campingplatz richten wir uns wieder häuslich ein und machen alles reisefertig.

 

In Las Vegas herrscht eine Hitzewelle mit über 47° im Schatten, aber leider gibt es auf dem Campingplatz keinen Schatten. Unser Innenthermometer stellt bei 50° seine Dienste ein. Wir lassen unsere Klimaanlage auf höchster Stufe laufen und hoffen auf Abkühlung in der Nacht. Wir werden bitter enttäuscht: es „kühlt“ lediglich auf ca. 35° ab und nach einigen Stunden gibt auch die Klimaanlage unwiderruflich ihren Geist auf.

 

 

Endlich sind wir fertig und brechen zur letzten Etappe unserer Reise auf: nach Alaska. Unterwegs überholen wir einen Motorradfahrer, der wohl mit seinem ganzen Hausrat unterwegs ist.

 

Erste Station ist der zauberhaft schöne Snow-Canyon. Im November waren wir schon einmal hier; damals wurde es nachts empfindlich kalt und wir waren froh über jeden Sonnenstrahl. Jetzt sind wir überglücklich über einen Platz im Schatten!

 

Bis spätestens Ende Juli möchten wir Alaska erreichen und fahren deshalb relativ zügig bis Vancouver Island in Kanada, von wo aus wir am 13. Juli die Inside-Passage-Fähre von Port Hardy nach Prince Rupert gebucht haben. Die im Nordwesten liegenden spektakulären Nationalparks lassen wir aus, da wir diese schon bei früheren Reisen intensiv erkundet haben.

 

Unterwegs besichtigen wir das State Capitol und die Mormonen-Kathedrale in Salt Lake City.

 

 

Die vor Salt Lake City mitten im riesigen Salzsee liegende Insel „Antelope Island“  bietet dramatische Ausblicke auf den Salzsee; mit etwas Glück sehen wir vereinzelte Büffel der hier lebenden Büffelherden. Abends genießen wir ein seltsames Schauspiel: Pelikanschwärme schrauben sich über uns in große Höhen hinauf, man kann sie mit bloßem Auge kaum noch erkennen. Warum sie das tun und wohin sie fliegen bleibt ihr Geheimnis.

 

Auf der Fahrt durch die endlosen Prärien verdunkelt sich plötzlich der Himmel: ein großflächiger Waldbrand wütet in unmittelbarer Nähe zu unserer Autobahn.

 

Auf langen Etappen fahren wir den Snake-River entlang und finden immer wieder Spuren des Oregon-Trails, auf dem frühe Siedler ihren beschwerlichen Weg ins ferne Oregon unternahmen. In anschaulich ausgestatteten Visitor Centern kann man die Strapazen nachvollziehen. Wir übernachten in Glenns Ferry auf einem schönen Campingplatz am Fluss: hier mussten die Siedler mit ihren voll bepackten Planwagen die gefährliche Flussdurchquerung über drei Inseln wagen; später erleichterte  eine einfache Fähre das  Übersetzen; in Folge entstand eine prosperierende Westernstadt.

 

In der Nähe liegen die großen Bruneau - Sanddünen, die in Flussnähe durch intensive Bewässerung abrupt ins saftige Grün übergehen.

 

 

Vom Bruneau Overlook haben wir einen fantastischen Blick auf den tief eingeschnittenen Canyon.

 

Die Amerikaner sind begeisterte Wassersportler und nutzen jeden Fluss oder See für unterschiedliche Aktivitäten. Staunend beobachten wir, wie ein Fahrer mit seinem riesigen Wohnmobil problemlos sein Boot ins Wasser setzt.

 

 

Der Hells Canyon ist der tiefste Canyon Nordamerikas, aber bei weitem nicht so imposant wie der Grand Canyon. Einzigartig ist allerdings, dass die gut ausgebaute Straße 40 km entlang des Flusses am Fuß der Steilwände zum Stauwehr führt.

 

Auf unserem Campingplatz wird abends Live-Musik auf einer Wiese am Fluss präsentiert: völlig unkompliziert bringt jeder Besucher seinen Stuhl und seine Wunschgetränke mit und genießt die gemütliche Stimmung.

 

 

Vom fast 2000 m über dem Fluss liegenden Aussichtspunkt mit seiner üppigen Blütenpracht kann man leider nicht auf den Fluss herunterblicken.  

 

 

Nach einer kurvenreichen Fahrt durch einsame Wälder kommen wir in eine intensiv landwirtschaftlich genutzte Hochebene. Hier befinden sich kleine Städtchen mit typischen Kirchen und Holzhäusern.

 

 

Wir fahren am Columbia – River entlang bis Portland; immer wieder taucht der schneebedeckte Vulkan Mount Hood auf.

 

 

Bei Fort Stevens erreichen wir den Pazifik: das Wetter hat sich völlig verändert. Nach den heißen Temperaturen im Inland haben wir angenehme Tagestemperaturen von 20 – 25 Grad und Nachtemperaturen um 15 Grad.

 

Inmitten von Regenwäldern liegt der großzügig angelegte Fort Stevens Statepark Campground mit schönen Wanderwegen zur vorgelagerten Dünenlandschaft. Im rauen Wetter der Columbia-River-Mündung  liegt ein riesiger Schiffsfriedhof; ein prächtiges Exemplar ist direkt am Strand zu sehen.

 

 

Auf schönen Wanderwegen laufen wir zum Fort Stevens, das mit seinen Befestigungen die Einfahrt des Columbia-River schützen sollte.

 

 

Heute ist der 4. Juli, der amerikanische Nationalfeiertag. Schon seit Tagen wird geflaggt; in Supermärkten wird „Nationalfeiertags-Gebäck“ verkauft. Auf unserem Campingplatz drehen Kinder mit flaggenbewehrten Fahrrädern ihre Runden. Abends hören wir weit entferntes Feuerwerk, das auf dem Campingplatz ‚leider‘verboten ist.

 

 

Auf einer gigantischen Brücke überqueren wir den Columbia-River und fahren in den Norden zum Olympic-Nationalpark.  

 

 

Schöne Wanderwege führen zu dort ansässigen Baumriesen, u.a. zu der größten Zeder Nordamerikas.

 

 

Den Hoh-Rainforest erreichen wir auf tunnelartigen Baumalleen. Der dortige Campingplatz liegt traumhaft am Hoh-River. Zum vollkommenen Glück fehlen nur noch die großen Steaks; leider haben wir versäumt solche zu kaufen, als wir zufällig bei einer auf einer Wiese stattfindenden  „Hausschlachtung“  vorbeikamen.

 

Sehenswert sind die unzähligen verschiedenen Moose und Flechten.

 

Vom Hurricane Ridge Aussichtspunkt sehen wir die eindrucksvollen Berge des Olympic Nationalpark.

 

 

Unsere letzte Station in USA ist der Salt Creek State Park mit einer schönen Steilküste.

 

 

Auf dem Weg zur Fährstation in Port Hardy kommen wir an diesem Haus mit dem verzweifelten Hilferuf „wife wanted“ vorbei.

 

 

Von Port Hardy aus setzen wir mit der Fähre nach Kanada über: nach eineinhalb Stunden landen wir auf Vancouver Island in Victoria, der Hauptstadt von British Columbia. An Bord sind auch schwer bepackte Fahrradreisende, wie wir sie immer wieder auf unserer Reise auch in den entlegensten Ecken treffen.

 

 

In der Nähe von Victoria besichtigen wir das ursprünglich zum Schutz von Victoria gebaute Fort Rodd. Zufällig kommen wir zum dort stattfindenden Cadillac – Oldtimertreffen dazu. Die meisten Prunkstücke sind in einem Zustand besser als Original. Wir gewinnen den Eindruck, dass die Autos in der guten, alten Zeit eher Kunst- als Gebrauchsgegenstände waren!

 

Heute ist unser Glückstag: wiederum zufällig kommen wir zum Victoria – Pride – Day, einem schrillen mit unserer Love-Parade vergleichbarem Umzug.

Victoria ist immer noch „very british“ mit seinen altehrwürdigen Gebäuden.

 

Aber auch die Ureinwohnern, vornehm „First Nations“ genannt, werden mit einem Museum gewürdigt.

 

 

Am heutigen Sonntag ist die Stadt überraschen belebt: in Parks wird Musik gespielt, am Strand werden Drachen steigen gelassen.

 

 

In Victoria beginnt mit der „Mile 0“ der quer durch Kanada führende „Trans Canada Highway“, den wir noch auf mehreren tausend Kilometern bereisen werden.

 

 

Auf der Weiterfahrt gen Norden besuchen wir den kleinen Weiler Chemainus. Viele der Gebäude sind mit großflächigen Wandbemalungen verziert, die die Besiedlungsgeschichte anschaulich machen.

 

 

Im Pacific-Rim Nationalpark an der Pazifikküste sind die endlosen Sandstrände übersät von Treibholz.

 

 

Im nahegelegenen Ort Ucluelet eröffnet der Lighthouse-Loop eindrucksvolle Ausblicke auf die Felsenküste. Ein Reh lässt sich durch uns nicht vom Fressen der leckeren jungen Pflanzentriebe stören.

 

 

Auf Straßen durch  endlose Wälder geht es weiter. Holzwirtschaft ist hier der wichtigste Wirtschaftszweig. Immer wieder kommen uns große Holzlaster entgegen. Aber auch Fahrradtouristen sind unterwegs.

 

 

In Port Hardy erreichen wir unser erstes Etappenziel: in drei Wochen sind wir 4.500 km von Las Vegas bis zur Nordspitze von Vancouver Island gefahren.

 

 

Von Post Hardy aus treten wir die spektakuläre Fahrt mit der Fähre auf der Inside-Passage zwischen den der Küste vorgelagerten Inseln nach Prince Rupert an. Vor langen Jahren haben wir die Passage schon einmal befahren; damals hatten wir großes Pech: aufgrund von dichtem Nebel haben wir nichts von der Landschaft gesehen.

 

Hoffentlich haben wir dieses Mal mehr Glück! Wir werden berichten.

 

Unterwegs in unserem Nissan Navara mit Bimobil Absetzkabine